Juckende Mückenstiche – Was kann man dagegen tun?

Juckende Mückenstiche bedeuten nicht nur lästigen Juckreiz. Sie bergen durchaus auch Gefahren für die Gesundheit. Das Jucken zeigt uns an, genauso wie der Schmerz, dass an jener Stelle etwas nicht stimmt, dass hier Vorsicht geboten ist. In aller Regel verschwindet der Juckreiz nach einigen Stunden bis wenigen Tage.

In Einzelfällen können sich juckende Mückenstiche aber auch mal ziemlich böse entwickeln. Besonders das Kratzen an den juckenden Stellen kann dies befördern. Daher ist es wichtig, die Kinder eben davon abzuhalten. Bewährt hat sich z. B. den Kindern die Geschichte zu erzählen, dass sich die Stechmücken nie ihre dreckigen Zähne putzen. 00Und diesen Dreck gräbt man mit dem Kratzen dann tief in die Blutbahn ein. Bei Kleinkindern und Babys kann es bei juckenden Mückenstichen sogar notwendig sein, die Hände und Finger einzuwickeln, damit eine Selbstverletzung einigermaßen vermieden werden kann.

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Eiswürfel kühlen

Eine erste Hilfe, wenn Mücken stechen, bieten kaltes Wasser oder Eiswürfel, falls diese zur Hand sind, denn Kälte verengt die Gefäße und die “Gifte” der Insekten fließen so nicht ungehindert durch alle Blutbahnen der Region.

Darüber hinaus wirkt Kälte auch einer möglichen Entzündung der Stelle bei juckenden Mückenstichen entgegen. Falls das aber nicht ausreicht und die körperlichen Beschwerden doch heftiger ausfallen, sollte die Apotheke bei lange anhaltenden, juckenden Mückenstichen eines Ihrer nächsten Ziele sein.

Hier kann man sich mit dem Fokus auf eine antibakterielle Creme beraten lassen. Viele Apotheker werden in diesen Fällen womöglich die leicht kortisonhaltige Fenistil-Creme empfehlen (siehe auch http://www.fenistil.de).

Nun sind es nicht nur immer kleine Mücken, die uns gern mal juckende Mückenstiche verpassen. In manchen Fällen handelt es sich auch um recht schmerzhafte Bienen-, Wespen- oder Hornissenstiche. Bedrohlich kann die Situation dann werden, wenn jemand allergisch darauf reagiert.

Typische Anzeichen sind dann Schmerzen in der Brust oder beim Schlucken, Jucken am ganzen Körper, rote Pusteln auf der ganzen Haut, Bindehautentzündung, tränende Augen, starkes Anschwellen der Lymphgefäße, Atembeschwerden bis hin zum Asthma, und die Krönung des Ganzen kann der anaphylaktische Schock sein, also eine eintretende Bewusstlosigkeit, die bis zum Herzstillstand führen kann.

In solchen Fällen ist sofort der Notarzt bzw. die Feuerwehr anzurufen, die man sogleich auf den allergischen Schockzustand vorbereitet. Auf diese Weise ist dann gewährleistet, dass ggf. erforderliche Adrenalin- und Antihistamininjektionen gleich vor Ort in ausreichendem Maße verabreicht werden können.

Wie lange juckt ein Mückenstich?

Das Schlimmste an einem Mückenstich ist wohl mit Abstand vor allen anderen Dingen der unerträgliche Juckreiz. Hierfür gibt es eine vielfältige Palette an Angeboten, die das Leiden lindern können.

Wie lange ein Mückenstich nun juckt, ist dabei wieder von Person zu Person unterschiedlich, denn die Abwehrreaktion des Körpers fällt immer unterschiedlich schwer aus, sodass die zeitliche Spanne bei wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen bei Allergikern liegen kann. Mit der richtigen Vorgehensweise lässt sich der Juckreiz aber in den meisten Fällen stark lindern beziehungsweise völlig entfernen.

Wieso juckt ein Mückenstich?

Durch den Mückenstich werden Proteine durch den Speichel der Mücke im Körper eingeführt, die die Blutgerinnung verhindert. Dagegen greift auch hier wieder der Körper durch die Freisetzung vom Botenstoff Histamin ein, welches primär für die Abwehrreaktionen des körpereigenen Immunsystems gegen Insektenstiche verantwortlich ist.

Ein für uns sehr unangenehmer Nebeneffekt ist allerdings das Jucken, durch das die weitere Ausschüttung von Histamin angeregt wird und der Juckreiz weiter steigt – ein Teufelskreis, bei dem das Leiden immer weiter verlängert wird.

Der Klimawandel

Der Klimawandel ist inzwischen in aller Munde, nachdem sich noch in den 1990er Jahren viele Menschen geweigert haben, diesen anzuerkennen. Das immer gleiche Argument nicht ausreichend langer Zeitreihen klingt in den Ohren der älteren Generationen noch lange nach.

Völlig unbeeindruckt davon haben sich viele Insekten aus südlicheren Gefilden auf den Weg nach Europa gemacht. Fakt ist, dass wir heute in Mitteleuropa Arten von Stechmücken vorfinden, die es hier vor 20 Jahren noch nicht gab. Und juckende Mückenstiche der heimischen Mücken sind dagegen vielfach harmlos.

Genetisch bedingt bringen diese Tiere ganz neue Gifte mit, die der Mitteleuropäer so nicht kennt und ggf. auch ganz besonders allergisch darauf reagieren kann. Das ist in der Tat eine weitere gravierende Facette der Globalisierung für uns alle.

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